Im Nachkriegs-Okinawa wurde im Mai 1956 das Okinawa Karate-dô Renmei gegründet, mit Uechi-ryû, Gôjû-ryû, Shôrin-ryû und Matsubayashi-ryû als Teilnehmer. Damit setzte nach und nach eine Systematisierung ein.
In den Kreisen des Kobudô von Okinawa war die Situation jedoch die, dass lange keine Systematisierung existierte.
Im Juni 1961 versammelten sich daher die am Kobudô beiteiligten Personen, um die in Okinawa überlieferten, korrekten Kata des Kobujutsu zu vererben und zu bewahren, zu welchem Zweck sie das Okinawa Kobudô Kyôkai gründeten. Higa Seitoku übernahm das Amt des Vorsitzenden (kaichô).
Fotografie: ein am 17. Juni 1961 aufgenommenes Erinnerungsfoto zur Gründung des Okinawa
Kobudô Kyôkai.
Vordere Reihe, von links aus: 2. Person: Takara Shigeru. 9. Person: Soken Hôhan. 10. Person: Nakazato Jôen (später Urheber des Shôrin-ji-ryû).
Zweite Reihe, von links aus: 1. Person: Irei Matsutarô. 3. Person: Kyan Shinei (später Mitglied des japanischen Oberhauses), Kina Shôsei, Kaneshima Shinsuke (der ehemalige Bürgermeister von Yonabaru), Higa Seitoku (später Urheber des Shintô-ryû), unbekannt, Nakasone Seiyû, Nakaima Kenkô (Ryûei-ryû Sôke, 3. Generation).
Dritte Reihe, von links aus: 3. Person: Nohara Hoichi (Nohara no Ojisan; Lehrmeister des Bôjutsu aus dem ehemaligen Kochinda-mura), 4. Person: Araki (Shinjô) Heitarô, 10. Person: Chinen Masami. 11. Person: Shimabukuro Zenryô. 12. Person: Shimabukuro Tarô.
Vierte Reihe, von links aus: 7. Person: Nagamura Shigeru.
Letzte Reihe, von links aus: 6. Person: Ishikawa Hôei. 8. Person: Nakamura Heisaburô. Andere unbekannt.


